Endlich habe auch ich ein Stöckchen gefangen. Das letzte Mal hab ich das Stöckchen viele Monate später entdeckt, sodass ich gar nie reagiert habe. Aber jetzt hat mir Manuela eins zugeworfen. Bin schon ganz aufgeregt …

In welchen Städten bist du schon gewesen?
Ich teile mal in Kontinente ein.
Amerika: Miami, Orlando, Gainsville
Asien: Jakarta, Singapur
Europa: Subotica (meine Geburtsstadt), Novi Sad, Split, Dubrovnik, Prag, Budapest, Szeged, Wien, München, Berlin, Karlsruhe, Freiburg, Buchholz i.d.Nordheide, Kopenhagen, Göteborg, Antwerpen, London, Dublin, Paris, Aixen Provence, Venedig, Pesaro, Fano, Lissabon, Basel, Luzern, Zug, Zürich, Bern, Genf, Ascona, Locarno, St. Gallen

Welche Stadt (nicht die, in der du wohnst!) gefällt dir am besten?
Wenn ich mein Herz befrage, dann gefällt mir meine Geburtsstadt Subotica am besten. Aber das hat rein sentimentale Gründe. Wohnen würde ich dort nicht mehr wollen. Dafür fällt mir Kopenhagen spontan als Stadt ein, wo ich mir vorstellen könnte zu leben. Die Menschen dort sind locker und unkompliziert und Kopenhagen ist die Stadt, wo am meisten Fahrrad gefahren wird (zumindest in Europa). Ausserdem liegt die Stadt an meinem geliebten Meer, egal welches. Meer ist Meer!

Welche Stadt hat dir gar nicht gefallen?
Wie Manuela auch schon erwähnt hat, hat auch mir Paris am wenigsten gefallen. Mit der französischen Sprache kann ich im allgemeinen nicht so viel anfangen. Das spricht mich einfach nicht an. Und vielleicht ist meine Meinung auch dadurch beeinflusst, dass ich als Teenager mit meinen Eltern dort war! Zu allem Übel musste ich auch noch eine Stadtrundfahrt mit dem Car über mich ergehen lassen. Nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung für einen Teenager.

Welches ist dein Reisemittel um die Städte zu erreichen?
Die weiten Destinationen leider mit dem Flugzeug. Sonst eher mit dem Auto. In Irland war ich eine Woche mit dem Velo unterwegs und letzten Sommer zu Fuss quer durch die Schweiz Richtung Tessin.

Welche Stadt willst du unbedingt noch sehen?
Oslo (werde diesen Oktober dort sein), Tokyo und Vancouver

Das Stöckchen werfe ich: René aus Bärlin, Roman-Yoda, Ben, meinem Nachbar und ??? ich kenn ja gar keine Frauen aus der Bloggerwelt :-(

Manchmal liest man ein Buch und es hat einfach nur unterhalten, manches Buch war fesselnd und man erinnert sich noch lange daran, dass man es gelesen hat. Manche Bücher werden zum persönlichen Kultbuch und an manch gelesene Bücher erinnert man sich gar nicht mehr.

Mein letztes Buch, das ich gelesen habe, gehört ganz bestimmt nicht zu der letzten Kategorie. Aber so richtig will dieses Buch in keine mir bisher bekannten Kategorien gehören. Ich spreche von “Die Wand” von Marlen Haushofer.

Aha, werden sich wohl einige denken, das ist ja momentan ein sogenanntes Kult-Buch. “Die Wand” habe ich aber nur deshalb gelesen, weil es mir von einer Kollegin empfohlen wurde. Und sie wiederum hat es wohl auch empfohlen bekommen, also ist das wohl doch ein Kult-Buch.

Die Geschichte ist rasch erzählt: Eine Frau fährt mit Freunden in die Berge in eine Jagdhütte. Die Freunde gehen abends ins Dorf runter und kehren nicht mehr zurück. Die Frau bleibt alleine in der Jagdhütte zurück und entdeckt am nächsten Tag, dass sich um sie herum eine gläserne Wand gebildet hat. Die Wand kann sie nicht überwinden und bleibt in ihrer Welt gefangen. Und es scheint, dass alle anderen Menschen auf der Welt gestorben sind. Irgendwann fängt sie an, ihre Geschichte niederzuschreiben. Sie beschreibt, wie sie ihren Alltag verbringt, wie sie sich ihre Nahrung besorgt, ihre Kleidung pflegt, das Feuer hütet und ein paar wenige Tiere versorgt.

Für das Lesen des Buches habe ich lange gebraucht. In der ersten Phase packte mich die übliche Neugier aufs Ende, deshalb hab ich weitergelesen. Aber je tiefer ich mich in der Geschichte befand, desto langsamer wurde ich mit dem Lesen. Plötzlich war es nicht mehr wichtig zu erfahren, wie diese Wand entstanden ist und ob die Frau jemals wieder rauskommt. Ich ergab mich der Alltags-Beschreibung der allein zurückgebliebenen Frau in den Bergen.

Die Frau erzählt nie viel von ihren Gefühlen, ihre Vergangenheit wird nur in 2,3 Sätzen erwähnt. Und auch, wie sie mit der Einsamkeit emotional zu Recht kommt, erwähnt sie nie. Die Frau konzentriert sich auf ihren körperlichen Zustand und ihre Sorge um ihre Tiere. Und doch schafft es Marlen Haushofer, dass der Leser sich die elementarsten und existenziellsten Gedanken übers Leben macht, wie z.B. wie könnte ich leben, wenn das Feuer endgültig ausgeht und ich in der Kälte und Dunkelheit ausharren müsste und würde ich auch mal Freude empfinden können, wenn ich wüsste es existiert ausser mir kein anderer Mensch. Wie könnte ich ohne Tiere existieren und wann würde ich freiwillig aus dem Leben scheiden? Und schliesslich: was würde mich an so einem Leben überhaupt motivieren, weiterzuleben?
Das Buch habe ich vor 2 Wochen fertig gelesen. Und es hallt immer noch in mir nach. Fast täglich tauche ich in die Welt der Frau zurück und empfinde durchaus etwas Beklemmendes, aber auch eine unglaubliche Ruhe und eine Stärke und Gewissheit, dass ich so eine Situation letztendlich auch meistern würde. Ein unglaubliches Buch!

Je mehr du Gott erkennst,
je mehr wirst du bekennen,
dass du weniger Ihn was er IST
kannst nennen.

Angelus Silesius -wikipedia

Ich bin in keiner Weise religiös, aber als Atheisten mag ich mich auch nicht wirklich bezeichnen. Apropos: Zum Thema Atheismus hat Roman einen interessanten Artikel geschrieben. Einer seiner Sätze hat mich schon damals nachdenklich gemacht und ich frage mich, ob die Aussage berechtigt ist:

Wir können im Prinzip gar nicht anders als atheistisch sein. Denn gäbe es tatsächlich eine Gottheit im klassischen Sinne, so könnte uns jener gar nicht wahrnehmen und wir ihn nicht. Die beiden Welten sind inkompatibel zueinander. - ego.yoda.ch

Sagt Roman nicht ungefähr das gleiche, wie Angelus Silesius? Die Worte von Angelus Silesius kann ich nämlich sehr gut nachvollziehen, denn je länger ich mich mit der spirituellen Welt befasse, dessto weiter weg rückt das Bild eines (klassischen) Gottes, weil alle Elemente in meinem (sehr wohl beschränkt) wahrnehmbaren Universum zu einer Einheit zusammenfliessen, die ich anfange als Gott zu sehen. Gott löst sich so zu sagen auf in der Einheit, was auf den ersten Blick etwas widersprüchlich ist, aber in etwa das bedeutet, was auch im obigen Silesius-Zitat ausgesagt wird.

Und jetzt wirds schwierig: wenn sich Gott in der Einheit auflöst, gibt es dann überhaupt einen Gott und müsste ich mich dann nicht als Atheisten bezeichnen?

„Atheismus“ steht im weiteren Sinn für die Abwesenheit des Glaubens, dass es göttliche Wesen gibt, und im engeren Sinn für den Glauben, dass es keine göttlichen Wesen gibt, wie uns wikipedia erklärt.

Hhhmmm, nein. Da ich bisher weiterhin an göttliche Wesen glaube und zwar im Sinne, dass alle Wesen und alles letztendlich göttlich ist, gilt die Bezeichnung Atheist nicht für mich. Vielleicht kann ich mich weiterhin als spirituell Suchende bezeichnen. Ich freue mich auf eure Kommentare!

Allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erfolgreiches neues Jahr 2008. Was immer erfolgreich für jeden einzelnen bedeutet, das wünsche ich euch von Herzen!

In einem neuen Jahr fassen wir gerne Vorsätze. Ob sie dann auch wirklich gehalten und verwirklicht werden ist eine andere Frage. Vorsätze werden doch sehr häufig bei der ersten Gelegenheit wieder umgestürzt.

Aber keine Sorge! Von verschiedenen Quellen (Madame Etoile, Mondkalender) habe ich gehört, dass wenn wir schon Vorsätze fassen, dann unbedingt heute, weil heute ein Neumond-Tag ist. Der Neumond ist übrigens im Steinbock, was auf Seriosität und Bodenhaftigkeit schliessen lässt (dies ist meine laienhafte Interpretation).

Empfehlungen im Mondkalender:

GESUNDHEIT      GEWOHNHEIT AUFHÖREN
GESUNDHEIT      KNIE SCHONEN / EINREIBEN
KÖRPER             DAUERWELLE
KÖRPER             HAUTPFLEGE (PROBLEMHAUT)
KÖRPER             HEILENDES BAD
KÖRPER             NAGELPFLEGE
ERNÄHRUNG      SALZ
ERNÄHRUNG      WURZELPFLANZEN
DIÄT                 FASTENTAG
LANDWIRT        KLAUENPFLEGE

Auch wenn Roman Astrologie und Numerologie für dummes Zeug hält, ist mir zugegebenermassen Madame Etoile schon sympathisch, obwohl ich mit Roman einig gehe, dass manche “Prophezeiungen” doch eher in die Kategorie “Self fullfilling prophecy” gehen als in echte Zukunftsvorhersagen. Denn, wer kann schon die Zukunft vorhersagen ausser ich mir selber….?

Trotzdem werde ich dank dem Neumond heute meine Vorsätze fassen und hoffe, dass der Mond auch euch bei der erfolgreichen Umsetzung euerer Ziele helfen wird. In diesem Sinne alles Liebe, Alexandra

jessyundich.jpgSo kurz vor den winterlichen Festtagen ist bei mir die Luft fast raus. Ich bin müde und denke häufig über die Tiere im Winterschlaf nach. Warum machen wir Menschen so was nicht?

Meine Schlappheit macht sich insbesondere beim Hundespaziergang bemerkbar. Die Luft ist trocken und kalt. Sehr ungünstig zum Atmen. Und da kommt es mir sehr ungelegen, dass unser Spazierweg zunächst den Berg rauf geht. Der Hund ist flink und rennt quietschfidel den Berg rauf und wieder runter, während ich mich Schritt für Schritt mühsam den Hang raufquäle. Und in solchen Momenten denke ich wieder, dass dies mein letztes Leben auf dieser Erden bleiben soll. Ich habe es satt, mich immer den Berg raufzuquälen, um dann in nächster Sekunde wieder runter zu müssen. Auf und ab, auf und ab.

Wenn ich dann aber den glücklichen und vergnügten Hund beobachte, dann schliesse ich mit dem Berg wieder Frieden, geniesse die Aussicht auf der Spitze und mache mich gemeinsam mit meiner Hundefreundin auf den Abstieg. Ah, es geht ja doch…..

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