Bücher


Manchmal liest man ein Buch und es hat einfach nur unterhalten, manches Buch war fesselnd und man erinnert sich noch lange daran, dass man es gelesen hat. Manche Bücher werden zum persönlichen Kultbuch und an manch gelesene Bücher erinnert man sich gar nicht mehr.

Mein letztes Buch, das ich gelesen habe, gehört ganz bestimmt nicht zu der letzten Kategorie. Aber so richtig will dieses Buch in keine mir bisher bekannten Kategorien gehören. Ich spreche von “Die Wand” von Marlen Haushofer.

Aha, werden sich wohl einige denken, das ist ja momentan ein sogenanntes Kult-Buch. “Die Wand” habe ich aber nur deshalb gelesen, weil es mir von einer Kollegin empfohlen wurde. Und sie wiederum hat es wohl auch empfohlen bekommen, also ist das wohl doch ein Kult-Buch.

Die Geschichte ist rasch erzählt: Eine Frau fährt mit Freunden in die Berge in eine Jagdhütte. Die Freunde gehen abends ins Dorf runter und kehren nicht mehr zurück. Die Frau bleibt alleine in der Jagdhütte zurück und entdeckt am nächsten Tag, dass sich um sie herum eine gläserne Wand gebildet hat. Die Wand kann sie nicht überwinden und bleibt in ihrer Welt gefangen. Und es scheint, dass alle anderen Menschen auf der Welt gestorben sind. Irgendwann fängt sie an, ihre Geschichte niederzuschreiben. Sie beschreibt, wie sie ihren Alltag verbringt, wie sie sich ihre Nahrung besorgt, ihre Kleidung pflegt, das Feuer hütet und ein paar wenige Tiere versorgt.

Für das Lesen des Buches habe ich lange gebraucht. In der ersten Phase packte mich die übliche Neugier aufs Ende, deshalb hab ich weitergelesen. Aber je tiefer ich mich in der Geschichte befand, desto langsamer wurde ich mit dem Lesen. Plötzlich war es nicht mehr wichtig zu erfahren, wie diese Wand entstanden ist und ob die Frau jemals wieder rauskommt. Ich ergab mich der Alltags-Beschreibung der allein zurückgebliebenen Frau in den Bergen.

Die Frau erzählt nie viel von ihren Gefühlen, ihre Vergangenheit wird nur in 2,3 Sätzen erwähnt. Und auch, wie sie mit der Einsamkeit emotional zu Recht kommt, erwähnt sie nie. Die Frau konzentriert sich auf ihren körperlichen Zustand und ihre Sorge um ihre Tiere. Und doch schafft es Marlen Haushofer, dass der Leser sich die elementarsten und existenziellsten Gedanken übers Leben macht, wie z.B. wie könnte ich leben, wenn das Feuer endgültig ausgeht und ich in der Kälte und Dunkelheit ausharren müsste und würde ich auch mal Freude empfinden können, wenn ich wüsste es existiert ausser mir kein anderer Mensch. Wie könnte ich ohne Tiere existieren und wann würde ich freiwillig aus dem Leben scheiden? Und schliesslich: was würde mich an so einem Leben überhaupt motivieren, weiterzuleben?
Das Buch habe ich vor 2 Wochen fertig gelesen. Und es hallt immer noch in mir nach. Fast täglich tauche ich in die Welt der Frau zurück und empfinde durchaus etwas Beklemmendes, aber auch eine unglaubliche Ruhe und eine Stärke und Gewissheit, dass ich so eine Situation letztendlich auch meistern würde. Ein unglaubliches Buch!

Ich bleibe dabei, ich glaube an Engel (mehr dazu in einem nächsten Post)!

Und so habe ich mir das neue Kryon Buch gekauft und bin emsig am Lesen. Wer die Kryon Bücher kennt, dem muss man dieses Buch sicher nicht empfehlen. Allen anderen sei kurz erklärt wer Kryon ist. Kryon ist ein Engel, der vom Amerikaner Lee Carroll seit 15 Jahren gechannelt wird. Im Laufe dieser Jahre sind bereits 8 Kryon-Lehrbücher entstanden.

Was mir an den Kryon Büchern gefällt, sind die spannenden Geschichten, die Kryon erzählt. Ab und an sind manche Sätze von Kryon etwas unverständlich formuliert, aber im allgemeinen versteht man seine Botschaften einwandfrei. Ausserdem haben die Worte (oder der Inhalt?) soviel Kraft, dass sie mich jedesmal berühren. Irgendeine lang verschüttete Erinnerung taucht durch Kryons Erzählungen immer wieder bei mir auf…..

Der korrekte Titel des Buches ist “Kryon - Eine neue Epoche - Klare Worte in verwirrenden Zeiten - Band VIII”, Ostergaard Verlag, ISBN 3-933075-12-2

Kryon sagt von sich: “Meine Energie ist ebenso wie die Eure: sie ist engelartig und besteht doch sowohl aus Physik als auch aus Liebe. Und das ist geliebtes Menschnewesen genau dieselbe Energie, die sich im Herzen und Zentrum von jedem Atom im Universum befindet.”

Unsere tiefste Angst ist nicht, daß wir unzulänglich sind. Unsere tiefste Angst ist, daß wir grenzenlos machtvoll sind. Es ist unser Licht, daß wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: “Wer bin ich eigentlich, das ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?” Wer bist Du denn, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Wenn Du Dich klein machst dient das der Welt nicht. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn Du schrumpfst damit andere um Dich herum sich nicht verunsichert fühlen.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns: sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewußt anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.

Marianne Williamson aus “Rückkehr zur Liebe” - ISBN 3442122090

Dieses Zitat hat bei mir letzte Woche für viel Verwirrung gesorgt. Fälschlicherweise wird an vielen Orten dieses Zitat Nelson Mandela zugeordnet. Dem ist aber definitiv nicht so. Etwas enttäuscht wurde ich, dass im Buch “Die Gegenwart der Meister” von Jeanne Ruland (ISBN 3897670755) dieses Zitat auch Nelson Mandela zugeordnet wurde. Etwas mehr Qualität hätte ich sowohl von der Autorin als auch vom Schirner-Verlag erwartet.

So habe ich letzte Woche “kriminalistische” Recherchenarbeit bezüglich obigem Zitat betrieben, statt mich ausgiebig mit der wahren Aussage auseinander zu setzen.

Trotzdem finde ich diesen Text von Marianne Williamson sehr interessant, obwohl ich mich gefragt habe, ob die Aussage von allen, die den Text zitieren, auch wirklich verstanden worden ist. Doch wer bin ich, zu kritisieren oder zu zweifeln?

Marianne Williamson im Web (scheint zur Zeit nicht zu funktionieren, geht wieder)

Marianne Williamson bei randomhouse.de

Auszug aus einem weisen kleinen Buch: “Der Prophet” von Khalil Gibran, 1923

Vom Reden

Und dann sagte ein Gelehrter: Sprich zu uns vom Reden.

Und er antwortete und sagte: Ihr redet dann, wenn ihr nicht mehr in Einklang mit euren Gedanken seid; Und wenn ihr nicht länger in der Einsamkeit eures Herzens verweilen könnt, lebt ihr in euren Lippen, und ein Laut ist Zerstreuung und Zeitvertreib. Und in einem Grossteil eures Redens ist das Denken halb ermordet. Denn das Denken ist ein Vogel des Himmels, der in einem Käfig aus Worten zwar seine Schwingen ausbreiten, aber nicht fliegen kann.

Manche unter euch suchen aus Angst vor dem Alleinsein das Geschwätzige. Die Stille des Alleinseins offenbart ihnen ihr nacktes Selbst, und dem wollen sie entfliehen.

Und da sind jene, die sprechen und dabei unwissentlich und unbedacht eine Wahrheit enthüllen, die sie selbst nicht verstehen. Und da sind jene, die die Wahrheit in sich tragen, aber diese nicht in Worte fassen. Im Inneren dieser Menschen weilt der Geist in rhythmischem Schweigen.

Begegnet ihr eurem Freund auf der Strasse oder auf dem Marktplatz, dann lasst den Geist in euch eure Lippen bewegen und eure Zunge leiten. Lasst die Stimme in eurer Stimme zum Ohr seines Ohres sprechen; Denn seine Seele wird die Wahrheit eures Herzens bewahren, so wie der Geschmack des Weines im Gedächtnis bleibt, wenn die Farbe vergessen und das Gefäss nicht mehr da ist.

Heute ist mir mein erstes “esoterisches” Buch in die Hände gefallen. Vor 22 Jahren habe ich es entdeckt und mit diesem Buch begann meine spirituelle Reise. Ich rede hier von Thorwald Dethlefsens “Schicksal als Chance - Das Urwissen zur Vollkommenheit des Menschen”. Dethlefsen war Schüler des Münchner Astrologen Wolfgang Döbereiner, Begründer der modernen, ganzheitlichen Astrologie.

Dethlefsen fordert in seinem Buch die moderne Naturwissenschaften heraus, indem er ihnen auf der Grundlage der alten Geheimlehre sein esoterisches Weltbild gegenüberstellt. Er gibt Auskunft über Alchemie, Astrologie, Homöopathie und Reinkarnation und zeigt Wege auf, wie jeder Mensch die Chance, sein Schicksal verstehen zu lernen und es zu nutzen, packen kann.

Ein altes Lesezeichen steckte willkürlich zwischen zwei Seiten meines Buchexemplars. Einen Auszug aus diesen Seiten möchte ich euch nicht verwehren:

“Die paradoxe Wahrheit lautet: Nur wer unter dem Gesetz steht ist frei. Die Mehrzahl der Menschen versucht jedoch, Freiheit aus der Willkür heraus zu erreichen - dieser Weg führt aber in die Unfreiheit. Leid ist lediglich die Reibung, die zwischen den Menschen und dem Gesetz dieser Welt entsteht. […]
[…] die goldenen Regeln zur Erlangung absoluter Freiheit:

1. Erkenn dich selbst (Mikrokosmos)
2. Erkenne die Gesetzmässigkeiten des Universums (Makrokosmos)
3. Erkenne, dass die Gesetzmässigkeit gut ist (in Harmonie gehen!)
4. Stelle dich frei und vollständig unter die als gut erkannte Gesetzmässigkeit!

[…] Eine solche Aktivität entsteht aus dem Vertrauen, nicht aus der Egodominanz des “Ich will, ich mache”. Seine höchste Freiheit hat der Mensch erlangt, wenn er die Worte sprechen kann: “Herr, nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe”.”

Und beim letzten Satz gehts definitiv nicht um Religion, sondern lediglich um das annehmen der göttlichen Quelle aller Seins…

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